:: kram ::

Eine wärmende Umarmung, dabei weiterhin die Armfreiheit gewährend.

Aus Mohair, Alpaca und Seide, mit doppeltem Faden gestrickt.

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In fast einem Stück gestrickt, mit einem Wabenmuster quer über die Schulter laufend,

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ermöglicht :: kram :: verschiedene Tragevarianten.

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Eine kostenlose Anleitung gibt es hier

 

 

 

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Slow

Ein neues Jahr, ein neues Projekt. Eines von dreien. Ein größeres Projekt, wobei „groß“ eher im Sinne für „ausdauernd“ und „langwierig“ zu verstehen ist. Keines, das ich portable immer in meiner Tasche dabei habe.

Bereits seit ca. 2 Jahren bin ich beim Durchblättern älterer Zeitschriften immer wieder an einer Decke in Weboptik hängen geblieben. Es ist nicht immer der richtige Zeitpunkt für den Beginn eines einnehmenden Langzeitprojektes. Nun scheint er da zu sein.

Zuerst wird ein Häkelgitter gehäkelt. Dafür habe ich die mittelgraue Mohairwolle ausgesucht. Diese Auswahl fiel leicht.

Viel schwieriger war es eine geeignetes, möglichst dickes und fusselfreies Garn für die Webfäden zu finden.
Drei verschiedene Garne hatte ich in die engere Wahl gezogen, um mich letztendlich für das mit dem Farbverlauf zu entscheiden. Für ein wenig Lebhaftigkeit im grauen Gitter.

Wollwahl

Obwohl ich noch weit davon entfernt bin, die Webfäden durch das Häkelgitter zu ziehen, habe ich mir bereits den Kopf zerbrochen, wie ich effektiv eine hohe Anzahl von 160 cm möglichst gleich langen Fäden zugeschnitten bekomme.

Ein derzeit ausrangierter 80 cm langer Regalboden wurde dafür reaktiviert. Das Garn wird ohne es zu spannen um die lange Seite gewickelt. Den Garnanfang habe ich auf der kurzen Seite mit einer Reißzwecke befestigt.
Wenn das Knäuel, es hat nur 70 m Lauflänge, verbraucht ist, dieses auf der kurzen Seite des Regalbodens einmal durchschneiden.

Webfäden_

Da liegen sie, die Webfäden. Millimetergenau ist diese Methode nicht. Schlussendliche Korrekturen werden sich nicht vermeiden lassen. Aber schneller als jeden Faden einzeln zu messen und zu schneiden, ist es auf jeden Fall.

Webfäden geschnitten

Be quiet!

Wenn Stuhlbeine dauerhaft geräuschvoll über den Boden scharren, stellen sich mir, und unserem Unternachbarn wahrscheinlich auch, die Nackenhaare auf.

Sowohl die beigefügten, als auch neu erworbene Filzgleiter, fanden unter den Metallbeinen keinen Halt und fielen kurze Zeit später immer wieder ab.

Be quiet!_

Um kurzfristig Abhilfe zu schaffen, ist mir nichts anderes eingefallen als den Stuhlbeinen etwas überzuziehen.

Ein kurzweiliges und unruhiges Gestricke auf drei Nadeln über neun Maschen, beginnend mit sechs, eine Reihe rechts, eine Reihe links im Wechsel bis zur gewünschten Höhe.

Gelohnt hat sich dieses etwas ungeliebte Strickprojekt auf jeden Fall. Die Stühle gleiten jetzt sehr viel geräuscharmer und weniger enervierend über den Boden.

Be quiet!

Yarn: Montego by Online
Needles: 6 mm

Wer sagt denn eigentlich, dass

nur rechte Maschen stricken langweilig ist?

Ein beendetes Langzeitprojekt. Fast ein Jahr habe ich daran gestrickt. Immer mal wieder. Die Langwierigkeit hatte aber nichts mit Langweiligkeit zu tun.

Rhombenkissen

Einhundertachtundzwanzig Quadrate, clever konstruiert, ergeben die Rhombenform. Klassisches Sockengarn und Farbklecks-Resteverwertung auf dünnen Nadeln.

Da ruht es nun, auf dem mattgrau lackiertem Holzstuhl. Mehr Deko als Kuschelkissen.
Pyramid Pillow

Und nebenbei: Immer wieder geschmöckert in einem der anregensten, farbstärksten und lehrreichsten Strickbücher.

Pyramid Pillow

Pattern: Pyramid Pillow from knit to be square by Vivian Høxbro
Yarn: Sock Yarn
Needles: 3,5 mm

Mit ein wenig Glanz

Ich liebe Cabanjacken. Schon mein halbes Leben lang. Davon habe ich zwei. Eine Jacke und einen Kurzmantel. In dunkelstem Dunkelblau.

Nach unangestrengter Suche das passende Accessoire gefunden. Pünktlich zu den pustigen Herbststürmen.

sparkle

Feine Garne zu robustem Wollstoff. Dezenter Glanz und Mustermix zu Nüchternheit.

Zurückgehalten schimmert das dünne Lacegarn feinfädig gemeinsam mit dem hellen Alpacagarn neben dem tiefen Dunkelblau.

So schimmernd wie eine vom Mondschein angeleuchtete, blank polierte Eisfläche.

muetze

Pattern:Lana Grossa design special, Design: Lala Berlin
Yarns: Alta Moda Cashmere by Lana Grossa, col. 06
Alta Moda Alpaca by Lana Grossa, col. 14
Lace Lux by Lana Grossa, col. 09
Needles: 7mm & 8 mm

Gemischtes

Gekocht: Rote Beete. Ein altes Gemüse, dass ich zum ersten Mal verkocht habe.

Rote Beete_

Die einfach zu bereitende Suppe stammt von hier, allerdings mit zwei kleinen Veränderungen:

Lediglich halbierte Haselnusskerne sind mir zu bissfest. Ich habe sie gehackt. Deko und Augenschmaus hin- oder her.

Salbei sorgt bei uns am Tisch für lange Mienen. Aus diesem Grund habe ich ihn weggelassen und durch die klein geschnittenen Blätter der Roten Beete ersetzt. War auch schmackhaft und dekorativ.

Rote Beetesuppe_

Gelesen: Die Toten, die niemand vermisst von M. Hjorth und H. Rosenfeldt, die ich demnächst live auf dem Hamburger Krimifestival höre.

Gereist: Die mehrstündige Zugfahrt Richting Norden, durch eine Landschaft, die noch nie hoch hinaus wollte.
Über den in der Sonne glitzernden, windstill wie frisch gebügelt daliegenden Fehmarnsund, immer weiter hoch nach Kopenhagen.

billedleg

Die Sehenswürdigkeiten lasse ich links liegen. Die kenne ich schon aus früheren Besuchen. Schwelge stundenlang zwischen skandinavischer Keramik-, Porzellan- und Glasbläserkunst: Bei den großen wie Illums Bolighus und Royal Copenhagen und den vielen kleinen, aber feinen und kreativen, rechts und links von Strøget und Amagertorv.

helbak

Geschrottet: Den Geschirrspüler. Nach zweimaliger Überflutung der Küche und final für einen Stromausfall sorgend.

Gesehen: Der Geschmack von Apfelkernen. Und Zwei Leben, mit einer meiner Lieblings-Schauspielerinnen Liv Ullmann.

Gestartet: Eine dicke Mütze aus dunkelblauestem Merino-Cashmeregarn und wollweißem Merino-Alpaka-Garn, mit jeweils einem Faden Glanz.

lala muetze

Ein Woll-Farb-und Mustermix, bei dem sich auch die Innenseite sehen lässt.

muetze

Gestrickt: Frontac, noch ohne Bild und Worte, aber demnächst.

Und heute gehe ich nicht vor die Tür

Nach drei proppevollen Wochen freue ich mich schon seit Tagen auf heute. Die Beine baumeln lassen und ganz viel Zeit.

Zeit für eine langes Frühstück. Das Handy liegt missachtet auf dem Grund meiner Mary-Poppins-Tasche und da bleibt es auch bis morgen früh.

In meiner Lieblingszeitung, Die Zeit, gelesen. Die gönne ich mir als Printausgabe, da bin ich old-school.

In den neuen Materialien des Lieblings-VHS-Kurses versunken, der nach einer gefühlten Ewigkeit Sommerpause wieder begonnen hat und mir so viel Freude bereitet.

An den Blumenblättern gezupft, vom Bett aus in den grauen Himmel geguckt, der mich aber genauso wenig stört wie der seit gestern Mittag immer wieder einsetzende Regen. Mir ist gemütlich.

beginning

Gestrickt habe ich auch schon: Aufgestanden, einen großen Kaffee gekocht, und los gestrickt. Noch vor dem Frühstück.

Ein neues Projekt. Auf den Wunsch meiner Tochter für meine Tochter.

In mittelgrau, auf dicken Nadeln.

Rechte und linke Maschen, Zöpfe, verschränkte und übergehobene Maschen, Gerstenkornmuster. In jeder Reihe schön viel Abwechslung, damit es nicht langweilig wird. Und immer mittendrin:
Die Zopfmusternadel.

Siesta gehalten. Was ein Luxus.

Beim Durchschmökern der Bücherwand hängen geblieben an dem kleinen, aber feinen Gedichtband „Am Meer“. In einem Zug durchgelesen.

Den Zuschnitt eines neuen Kleides auf nächste Woche verschoben.

Am Abend Spaghetti mit Kürbisspalten, Chiliflocken und Pancetta gekocht. Den Speck habe ich gegen Garnelen ausgetauscht.

Was ein entspannter Tag!