Und immer wieder ribbeln

Sonnenblumen auf dem Markt

Ganz, ganz langsam schleicht sich der Herbst in den Sommer. Die morgendlich kühle Luft und die Blattverfärbungen an der Birke vor dem Küchenfenster sind die ersten Boten.

Es wird Mützenzeit. Nicht jetzt sofort, aber irgendwann. Wie fast immer stricke ich Mützen für andere. Bis ich eine Mütze trage, muss es draußen schon ganz schön bannig kalt sein.
Das Exemplar soll an die Tochter gehen. Die Ausführung gestaltet sich allerdings als ausgesprochen holprig:

1. Anlauf: Das Bündchenmuster, 1 M re verschr., 1 M li, gefällt der Tochter nicht. Mir auch nicht.

2. Anlauf: Wir bleiben klassisch, 1 M re, 1 li. So findet das Bündchen Anklang. Der Mustersatz ist schnell hoch gestrickt. Jedoch ist die Mütze zu weit und zu lang. Ribbeln bis zum Bündchen.

3. Anlauf: Eine Nadelstärke kleiner. Oben angekommen ist die Weite jetzt genau richtig, nur in der Länge passt der Mustersatz immer noch nicht in die Mütze. Und wieder ribbeln.

4. Anlauf: Der erste Zopf des Mustersatzes wird eingespart. Jetzt stimmt alles, nur die Abnahmen verformen die Mütze unschön. Es sind ja nur ein paar Reihen zurück.

Geduld ist eine Tugend. Aber an diesem Wochenende nicht mehr die Meinige. Ich brauche Abstand. Schaue gemeinsam mit der Tocher Mr. Morgan´s Last Love und lese Rotwild in einem Rutsch durch.